MULTIPROFESSIONELLESGESUNDHEITSZENTRUM

Was hier entsteht

Im Nachbarschaftszentrum Waldtal bauen wir Schritt für Schritt ein solidarisches, multiprofessionelles Gesundheitszentrum auf. Hausärztliche, psychotherapeutische und pflegerische Versorgung, Beratung, Gesundheitsförderung und Prävention sollen hier eng zusammenarbeiten.

Die Poliklinik entsteht im Nachbarschaftszentrum Waldtal – an einem Ort, an dem Menschen bereits zusammenkommen. Hier finden gesundheitliche Versorgung, Beratung und Begegnung unter einem Dach zusammen.

Im Waldtal gibt es engagierte Einrichtungen und gewachsene nachbarschaftliche Strukturen, aber nur wenige gesundheitliche Angebote direkt vor Ort. Deshalb bauen wir unser Gesundheitszentrum dort auf, wo die Menschen leben, und entwickeln es gemeinsam mit der Nachbarschaft und den Einrichtungen im Stadtteil.Nachbarschaftszentrum Waldtal
Eine Poliklinik ist ein gemeinwohlorientiertes Stadtteil-Gesundheitszentrum, in dem verschiedene Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Medizinische, psychotherapeutische und pflegerische Versorgung werden mit Beratung, Prävention und Gesundheitsförderung verbunden. So können Menschen umfassend und über einzelne Fachbereiche hinaus unterstützt werden.

Gesundheit hängt nicht nur von medizinischer Behandlung ab, sondern auch von den Bedingungen, unter denen Menschen leben. Deshalb verbinden Polikliniken die individuelle Versorgung mit Gemeinwesenarbeit und der Beteiligung der Menschen im Stadtteil. Die Angebote richten sich an alle – besonders aber an Menschen, denen der Zugang zu passender Unterstützung erschwert ist.

Unser Vorbild ist die Poliklinik Veddel in Hamburg. Sie verbindet allgemeinmedizinische Versorgung mit Gesundheits- und Sozialberatung, psychologischer Beratung, Community Health Nursing, Präventionsprojekten und Gemeinwesenarbeit. Damit begegnet sie gesundheitlichen Problemen nicht nur individuell, sondern auch gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil.

Ein weiteres Beispiel ist das Gesundheitskollektiv Berlin.
Im Waldtal fehlt eine wohnortnahe Hausarztpraxis. Unser Ziel ist ein verlässliches hausärztliches Angebot im Nachbarschaftszentrum, das eng mit Psychotherapie, Pflege, Beratung und Prävention zusammenarbeitet.

Dafür führen wir Gespräche mit möglichen Kooperationspartner:innen.
Psychische Gesundheit ist ein fester Bestandteil unseres Konzepts. In einem eingerichteten Therapieraum finden bereits psychotherapeutische Behandlungen statt.

Gemeinsam mit Kooperationspartner:innen wollen wir das kassenfinanzierte psychotherapeutische Angebot weiter ausbauen und durch leicht zugängliche Beratung bei psychischen und sozialen Belastungen ergänzen.Eingerichteter Therapieraum
Gesundheit beginnt im Alltag und wird auch von den Lebensbedingungen im Stadtteil geprägt. Gemeinsam mit den Menschen im Waldtal wollen wir herausfinden, was Gesundheit stärkt und was sie erschwert.

Daraus sollen leicht zugängliche Angebote entstehen, zunächst besonders für Familien, etwa zu Bewegung, Stress, Erholung und Gesundheitswissen. Für den Aufbau arbeiten wir gemeinsam mit der Stadt Marburg an einer Förderung für eine Präventionsfachkraft.
Eine Community Health Nurse ist eine besonders qualifizierte Pflegefachperson, die Pflege, Beratung, Prävention und Koordination verbindet.

Sie kann Menschen im Gesundheitszentrum und zu Hause begleiten, bei chronischen Erkrankungen unterstützen, durch das Gesundheitssystem lotsen und verschiedene Hilfen zusammenbringen. Der Aufbau eines solchen Angebots ist perspektivisch geplant.

Unser Kooperationspartner SOUL bietet in den Räumlichkeiten der Poliklinik Waldtal psychosoziale Beratung an.

SOUL ist primär ein Beratungsangebot für Menschen, die aufgrund ihrer ethnischen, kulturellen oder religiösen Zugehörigkeit, Vorurteilen oder Diskriminierung ausgesetzt sind. Dazu gehören Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung. Wir möchten genau diesen Menschen eine erste Anlaufstelle bieten und Sie in verschiedenen, schwierigen Lebenslagen frühzeitig unterstützen. Mit unserer niederschwelligen, vorurteilsbewussten psychosozialen Beratungsstelle beabsichtigen wir eine Ergänzung des Gesundheitssystems in Marburg. Wir sind die erste Anlaufstelle in Marburg, die ein präventives Angebot für Personen bietet, welche aufgrund ihrer kulturell-religiösen Zugehörigkeit verschiedenen Zugangshürden ausgesetzt sind. Viele haben Sorge, dass ihre Anliegen oder Wahrnehmungen abgetan oder nicht verstanden werden oder sie Diskriminierung ausgesetzt sein werden. Unserem Kooperationspartner SOUL ist es wichtig, dass sich alle willkommen und gut aufgehoben fühlen!

Ein Gesundheitszentrum ist mehr als die Summe einzelner Angebote. Eine Zentrumskoordination soll Fachkräfte und Einrichtungen vernetzen, Räume und Abläufe organisieren und die Beteiligung der Menschen im Waldtal ermöglichen.

So können aus einzelnen Projekten dauerhaft verlässliche Strukturen entstehen. Für den Aufbau einer solchen Stelle arbeiten wir an einer Förderung.

Wer wir sind

Der gemeinnützige Verein für solidarische Gesundheit Marburg ist der Träger der Poliklinik Waldtal. Der Verein wurde 2023 gegründet. Wichtige Meilensteine können in der rechten Spalte nachvollzogen werden.

Im Verein arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen: Psychotherapie, Medizin, Community Health Nursing, Sozial- und Kulturwissenschaft, Beratung, Pflege, Organisation, Gestaltung und Stadtteilvernetzung. Hier stellen sich einige der Aktiven vor.

Portrait von Lukas Herbst-Kramer

Lukas Herbst-Kramer

Psychotherapeut in Ausbildung

Seit 2022 dabei

Lukas ist seit den ersten Schritten der Poliklinik-Gruppe dabei und arbeitet am Aufbau des Projekts mit.

Portrait von Silvia Lopez

Silvia Lopez

Sozialpädagogin und Pflegekraft

Seit 2025 dabei

Silvia vertritt die Poliklinik Waldtal im Stadtteilarbeitskreis und arbeitet daran, das Projekt im Stadtteil weiter zu vernetzen.

Portrait von Michaela Meurer

Michaela Meurer

Sozial- und Kulturanthropologin, Beraterin und Supervisorin

Seit 2023 dabei

Michaela entwickelt unser Konzept weiter, arbeitet an Förderanträgen und übernimmt die Vereinsbuchhaltung.

Portrait von Luisa Mohme

Luisa Mohme

Psychotherapeutin

Seit 2024 dabei

Luisa arbeitet am Aufbau eines psychotherapeutischen Angebots im Waldtal.

Portrait von Florian Schulte

Florian Schulte

Arzt

Seit 2025 dabei

Florian arbeitet an Kooperationen für ein zukünftiges hausärztliches Angebot im Waldtal.

Portrait von Anna Wachter

Anna Wachter

Psychotherapeutin in Ausbildung

Seit 2022 dabei

Anna vertritt die Poliklinik Marburg-Waldtal im Steuerungskreis des Poliklinik-Syndikats.

Portrait von Merlin Wagler

Merlin Wagler

Erziehungswissenschaftler

Seit 2023 dabei

Merlin unterstützt den Verein immer wieder dort, wo gerade etwas gebraucht wird.

Portrait von Erik Walter

Erik Walter

Psychotherapeut in Ausbildung

Seit 2022 dabei

Erik vertritt die Poliklinik Waldtal im Stadtteilarbeitskreis, kümmert sich um Website und Design und bietet Psychotherapie in der Poliklinik an.

Portrait von Elena Zarges

Elena Zarges

Community Health Nurse

Seit 2024 dabei

Elena entwickelt unser Konzept weiter und arbeitet an Förderanträgen.

Wir sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Wir werden durch das Projekt Gesunde Stadt Marburg gefördert und sind in enger Abstimmung mit der Stadt über die Entwicklung des Gesundheitszentrums und die Nutzung der städtischen Räumlichkeiten. Im Waldtal sind wir im engen Austausch mit dem Quartiersmanagement und der Stadtteilarbeit Waldtal. Wir kooperieren mit SOUL, die in den Räumlichkeiten der Poliklinik ein psychosoziales Beratungsangebot aufbauen.

Die Poliklinik Waldtal ist Mitglied im Poliklinik Syndikat, dem Dachverband der Polikliniken und solidarischen Stadtteil-Gesundheitszentren. Neben uns sind dort diese Gruppen aktiv:

Warum wollen wir ein solidarisches Gesundheitszentrum gründen?

Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selbst Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen.

Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, WHO 1986

Es gibt in unserer Gesellschaft vieles, was krank macht. Im aktuellen Gesundheitssystem liegt der Fokus vorwiegend auf den biologischen Faktoren und der individuellen Verantwortung des Einzelnen – dabei wird jedoch der gesellschaftliche Einfluss, die so genannten sozialen Determinanten von Gesundheit, vernachlässigt. Das wollen wir anders machen. Wir möchten jede Krankheit in ihrem gesellschaftlichen Kontext verstehen. Menschen sind nicht entweder „nur krank“ oder „nur gesund“, es bestehen immer Ressourcen auf der einen und krankmachende Faktoren auf der anderen Seite. Die Definitionen von Gesundheit und Krankheit sind historisch gewachsen und wandelbar.

Auch der Zugang zu Gesundheitsversorgung ist politisch. Alle sollen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung haben. Mit unseren Angeboten wollen wir eine strukturelle Lücke in der Versorgung schließen und besonders den Gruppen den Zugang zu Versorgung ermöglichen, denen dieser aktuell erschwert ist. Es sollen nicht nur akut auftretende Probleme erkannt und behandelt werden, sondern auch gesellschaftliche Bedingungen, unter denen Krankheiten entstehen, verändert werden. Es ist ein politischer Prozess, Gesundheitsförderung und -versorgung im Rahmen einer gesellschaftlichen Transformation weiterzuentwickeln. Das heißt für uns: bestehende Verhältnisse mitdenken, in ihnen handeln, sie kritisieren und sie weiterentwickeln.

Warum braucht es uns?

Mit unserem solidarischen Gesundheitszentrum wollen wir eine Alternative zu den aktuellen Bedingungen in der Gesundheitsversorgung schaffen und uns damit am Kampf um Arbeitsbedingungen beteiligen. Wir wollen eine eng verzahnte Arbeit verschiedener Professionen in der ambulanten Versorgung etablieren und einen Raum schaffen, in dem Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben möglich ist. Damit möchten wir eine langfristige Transformation von gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen anstoßen.

Vision unseres solidarischen Gesundheitszentrums

Das Poliklinik Syndikat ist unser Dachverband und wir teilen dessen Ziele und Vorstellungen.

Wir möchten, dass Besucher_innen1 aktiv die eigene Gesundheitsversorgung mitgestalten können. Unser Ziel ist es, sie als Expert_innen für ihre eigene Gesundheit zu betrachten und Behandlung oder Beratung als Begegnung auf Augenhöhe zwischen zwei Expert_innen zu gestalten. Daher suchen wir aktiv danach, was die Besucher_innen brauchen und sind offen für deren Ideen und Wünsche. Die Poliklinik soll ein einladender und offener Ort sein, in dem sich unterschiedliche Menschen willkommen fühlen und mitarbeiten können.

Wir wollen barrierearm arbeiten und darauf achten, dass unsere Angebote niedrigschwellig zugänglich sind - dadurch, dass Räume gut erreichbar und barrierefrei liegen und Angebote in verständlicher Sprache formuliert sind.

Uns ist es wichtig, ein gutes Vertrauensverhältnis zur Nachbarschaft aufzubauen. Außerdem wollen wir uns mit Anwohner_innen und anderen Trägern im Ort vernetzen. Dabei wollen wir keine Konkurrenz darstellen, sondern uns in der Arbeit ergänzen.

Unsere Angebote im solidarischen Gesundheitszentrum – für wen schaffen wir Raum?

Unser solidarisches Gesundheitszentrum soll für alle Menschen zugänglich sein. Wir möchten ihnen mit Offenheit und Interesse für ihr subjektives Erleben und mit Achtung für ihre Lebensentscheidungen entgegentreten. So heißen wir alle Menschen in unserem solidarischen Gesundheitszentrum willkommen - unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Geschlechtsidentität, sexuellen Orientierung, ihrer Klasse, ihres Bildungsstandes und verschiedenster Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Wir erkennen die geschlechtliche Vielfalt an und beachten sie im Umgang mit unseren Besucher_innen. Auch Menschen ohne Aufenthaltspapiere oder ohne Krankenversicherung werden bei uns behandelt.

Von unseren Angeboten sollen vor allem Menschen profitieren, denen der Zugang zu Gesundheitsversorgung und -förderung erschwert ist.

Um unsere Arbeit gut umsetzen zu können und einen geschützten Raum für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen zu schaffen, werden wir nicht verhindern können, bestimmte Menschen aus unserem Zentrum ausschließen zu müssen. Das Propagieren von homophobem, rassistischem, sexistischem und anderem abwertenden Gedankengut gegenüber einer Person oder Personengruppe bekommt bei uns keinen Raum.

Wie wollen wir arbeiten?

Arbeit im Team

Uns ist bewusst, dass unsere politische Arbeit Grenzen hat – wir können nicht jede Lücke im System schließen. Genauso wollen wir die persönlichen Grenzen der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen berücksichtigen, sodass wir nachhaltig gute Arbeit leisten können.

Wir wollen selbstbestimmte Arbeitsbedingungen für uns und andere schaffen, mit konkreten Mitgestaltungsmöglichkeiten für alle. Wir achten aufeinander und es soll möglich sein „Nein“ zu Aufgaben zu sagen oder sie abzugeben. Wir gehen offen und wohlwollend mit Fehlern um und nutzen sie, um daraus zu lernen. Wir wollen Wissen teilen, um Hierarchien abzubauen und Aufgaben einfacher auf mehrere Schultern zu verteilen.

Entscheidungen treffen

Wir streben an, Entscheidungen im Konsent zu treffen. Konsent bedeutet, dass Entscheidungen nicht gegen ein Veto getroffen werden und schwere Bedenken angehört und besprochen werden.

Diversität, Multiprofessionalität und Umgang mit Hierarchien

Wir streben an, generationsübergreifend und mit vielen verschiedenen Professionen und Menschen mit unterschiedlichen Lebenshintergründen zusammenzuarbeiten. Wir wollen voneinander lernen und unseren Erfahrungshorizont durch Diversität im Team bereichern und erweitern. Uns ist es wichtig, Hierarchien im Team möglichst gering zu halten. Dazu zählt auch, den Lohn solidarisch und nicht nur nach Profession zu zahlen. Die Professionen begegnen sich innerhalb ihrer Expertise auf Augenhöhe und streben ein gegenseitiges Verständnis der verschiedenen Tätigkeitsbereiche an.

Finanzierung

Entgegen der Entwicklung zunehmender Ökonomisierung und Privatisierung im Gesundheitswesen arbeiten wir nicht gewinnorientiert. Wir wollen eine unbefangene, bedarfsorientierte Gesundheitsversorgung gewährleisten, in der Menschen mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen. Alle im solidarischen Gesundheitszentrum Beschäftigten sollen von ihrer Arbeit gut leben können. Ziel ist es, solidarisch zu wirtschaften. Die Bezahlung der Lohnarbeitenden soll sich nicht ausschließlich an dem gesellschaftlich geprägten Status der Berufsgruppen orientieren. Wir streben langfristig eine planbare Finanzierung aus öffentlichen Geldern an. Wir erkennen die Gefahr von Selbstausbeutung in der politischen und sozialen Arbeit und möchten nach Wegen suchen, diese zu vermeiden.

Selbstreflexion und Qualitätssicherung

Wir wollen unsere Arbeit kontinuierlich professionell reflektieren sowie inhaltlich und strukturell hinterfragen. Dazu sollen regelmäßige interdisziplinäre Fallbesprechungen im Rahmen der Einhaltung der Schweigepflicht, außerdem Einzel- und Teamsupervisionen stattfinden. Durch interne und externe Fort- und Weiterbildungen in unserem jeweiligen Fachgebiet und fachgebietsübergreifend achten wir darauf, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Wir richten uns in unserer Arbeit nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft, arbeiten evidenzbasiert, begeben uns selbst in die Forschung und diskutieren aktuelle Themen. Wir arbeiten professionell und im Einklang mit den berufsethischen Richtlinien unserer Professionen.

Es ist uns außerdem wichtig, unsere Arbeit regelmäßig dahingehend zu evaluieren, ob sie sich an unseren Zielen orientiert. Dafür wollen wir ein Evaluationskonzept erstellen, regelmäßig Bedarfsermittlungen durchführen und unsere multiprofessionelle Zusammenarbeit reflektieren („Arbeiten wir so, wie wir arbeiten wollen?“).

Vernetzung

Wir sind innerhalb der Syndikatsstruktur gut vernetzt genauso wie mit lokalen Gruppen, Vereinen und Institutionen (Fokus auf Gesundheit und/oder gesellschaftspolitisch).

1 Wie bezeichnen wir die Menschen, die zu uns kommen? Der Begriff Patient:innen wird oft mit einer passiven Rolle verbunden. Wir wollen aber denjenigen, die zu uns kommen, auch eine aktive, mitgestaltende Rolle ermöglichen. Wir möchten bewusst unterschiedliche Begriffe für verschiedene Kontexte wählen. Nutzer_innen, Anwohner_innen, Klient_innen, Besucher_innen, Mitgestalter_innen, Ratsuchende, Patient_innen, Teilnehmende. Wir bleiben dabei offen für neue Ideen und Vorschläge. Wir einigen uns vorerst auf den allgemeinen Oberbegriff Besucher_innen für alle Menschen, die das solidarische Gesundheitszentrum besuchen.

Wir haben viel vor in nächster Zeit. Dafür brauchen wir dich.

Wenn du bei der Poliklinik Waldtal mitmachst, kannst du das Gesundheitszentrum von Anfang an mitgestalten, Teil der bundesweiten Poliklinik-Bewegung werden und gemeinsam für bessere Gesundheitsbedingungen für alle eintreten.

Du musst nicht sofort wissen, was genau deine Aufgabe ist. Du kannst erst einmal dabei sein, in alles reinschnuppern und dann schauen wir gemeinsam, wo du gut andocken kannst.

Was du zum Beispiel machen kannst:

  • an unseren regelmäßigen Plena teilnehmen
  • erste Kurse, Beratungsangebote oder Veranstaltungen mitentwickeln
  • Kontakte im Waldtal knüpfen und Bedarfe im Stadtteil kennenlernen
  • Kooperationsgespräche mit Einrichtungen, Initiativen und Fachpersonen führen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Social Media mitgestalten
  • Spenden und Fördermittel einwerben
  • an Förderanträgen mitschreiben
  • Räume, Termine und gemeinsame Nutzung koordinieren
  • IT-Lösungen für Kommunikation und Projektmanagement aufbauen
  • neue Mitstreiter willkommen heißen und einarbeiten

Die größte Aufgabe ist vermutlich ohnehin immer noch, den Laden am Laufen zu halten: E-Mails beantworten, Termine wahrnehmen, Präsenz zeigen, zuhören, uns untereinander abstimmen. Viel ist in Bewegung. Das heißt, wir können oft gar nicht so weit planen, sondern müssen auf das reagieren, was passiert.

Hast du Interesse? Dann schreib uns eine kurze Mail an mail@vsg-marburg.de und wir machen ein Gespräch zum Kennenlernen aus. Oder komm zu unserem offenen Plenum: jeden zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr.

Wenn du neu dazukommst, bekommst du eine Person an die Seite, die dir in Ruhe alles erklärt.

Ganz besonders freuen wir uns über Mitstreiter aus dem Waldtal. Wir sind gerade noch ein relativ junges und akademisches Team — das darf gerne vielfältiger werden.

Wir freuen uns auf dich!

Für die finanzielle Unterstützung unserer Arbeit sind wir dankbar für Spenden an:

Verein für solidarische Gesundheit Marburg e.V.

DE21 5139 0000 0095 0593 09

Wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt. Auf Anfrage stellen wir für die Spende eine Spendenbescheinigung aus.

Kontakt

Verein für solidarische Gesundheit Marburg e.V.
Waidmansweg 11
35039 Marburg
Vereinsregister Amtsgericht Marburg, Registerblatt 5768
Vorstand vertreten durch Erik Walter

Aktuell

13Jun

Landesbewohner:innen-Treffen

Nachbarschaftszentrum Waldtal

Bei der Führung durch das Nachbarschaftszentrum werden wir die Poliklinik Waldtal vorstellen.

29Aug14:00

Waldtal-Sommerfest

01Feb

Aufnahme in den Paritätischen Wohlfahrtsverband

27Apr

Aufnahme ins Poliklinik-Syndikat als Probemitglied

26Apr

Anerkennung der Gemeinnützigkeit

26Mai

Erstes Gespräch mit der Stadt Marburg

17Apr

Vereinsgründung